Ob das Erlebnis Gefallen fand ?

Benefizkonzert am 27. Oktober 2012 in Bochum

'Unsere Kirche' (Ruhrgebiet) Nr. 47 / 18. November 2012

Westfälisches Pumpernickel und Schweizer Ohrenschmaus

BENEFIZKONZERT  richer Vokalensemble gastiert in Langendreer

BOCHUM - Kostenlos und köstlich klingend zugleich war der "Höhenrausch", den die Zuhörer beim Benefizkonzert für den Förderverein in der Pauluskirche erleben durften:

Das Züricher Vokalensemble "TONanTON" war nach Langendreer gekommen, um die Gäste sowohl in alpine als auch stimmliche Höhen mitzunehmen. 

Dabei präsentierte das 21-köpfige Ensemble eine interessante Mischung: Man sang Stücke von Johannes Brahms aus dem Siebten Heft der Deutschen Volkslieder und gab Fanny Hensel Mendelssohn breiten Raum, die als ältere Schwester vonFelix Mendelssohn oft unterschätzt wird. “Ihre Werke”, so der Programmzettel von TONanTON, “greifen harmonisch oft über die ihres Bruders hinaus”.

Dass Dirigenten selbst als Solisten glänzen, ist sicher nicht allzu häufig. Luiz Alves da Silva, der musikalische Leiter des Züricher Chores, wird schon auf dem Programm als Bariton geführt und zeigte an diesem aussergewöhnlichen Abend, dass auch Schweizer des Portugiesischen mächtig sind: Der aus Südamerka stammende Dirigent überzeugte mit einer Reihe bekannter brasilianischer Lieder wie z.B. "Uirapuru", "Boi bumba" . und "Acalanto da rosa".

Pianist Daniel Schnurrenberger war ihm dabei ein ebenso einfühlsamer wie sicherer Begleiter. Zum Abschluss machten die Musiker auch noch einen kleinen Abstecher in den englischen Sprachraum. Sie sangen "False Love" und weitere Stücke aus dem Werk von Sir Edward Elgar für Chor und Klavier "From the Bavarian Highlands".

Das Konzert war zustande gekommen, weil sich die aus Zürich stammende Wahl-Langendreererin Irene Rauh für diese Veranstaltung starkgemacht hatte. Sie hatte engagiert die Fäden geknüpft, die schliesslich zum Auftritt der Schweizer in Bochum führten.
Erst kurz vor dem Konzert waren die Sängerinnen und Sänger vor dem Gotteshaus aus dem Reisebus gestiegen und direkt zum Einsingen in die Kirche geströmt. Ganz professionell und diszipliniert verlief dieses "warm up", bevor die Chormitglieder dann zum Umziehen in den benachbarten Kindergarten wechselten.

Die Zuhörer waren begeistert von den Darbietungen ihrer Gäste. Sie alle wurden im Anschluss an das Konzert vom Förderverein - ein weiterer Höhenrausch - zu kleinen Köstlichkeiten für den Gaumen eingeladen. Einige der Gäste", lachte Gastgeber Werner Rauh, hatten noch nie Pumpernickel probiert."

Nach den Snacks in der Kirche zogen alle Schweizer Gäste zur Hörder Strasse, wo man bei Irene und Werner Rauh noch bis Mitternacht zusammensass. Der Bus mit den Zürichern und der Familie Rauh nahm am Sonntag um acht Uhr in der Frühe noch Kurs auf Essen: Dort besuchte man noch gemeinsam die Zeche Zollverein, bevor die Musiker wieder in die Heimat aufbrachen. (EF)

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